IT-Zentrum RITMA

 

RITMA steht für „Rede de Inovações e Tecnologias da Maré“ (Netz der Innovationen und Technologien der Maré). Mit dem Bau eines IT-Ausbildungszentrums für Bildung und Kultur in der Favela de Maré wollen wir Kinder und Jugendliche an die Informatik heranführen.

 

Die Jüngsten beginnen mit dem spielerischen Erlernen von Robotik durch programmierbarer Fischertechnik, „Lego WeDo“ und Programmiertools wie „Caliope“. In der zweiten Ausbildungsphase werden die Jugendlichen zu Programmierern ausgebildet. Dabei wird insbesondere darauf geachtet, dass die Kinder sich auf solide Mathematikkenntnisse berufen können. Unterricht in Englisch, mediale Präsentation und Philosophie ergänzen das Studium. Die gesamte Ausbildung dauert fünf Jahre. Wir freuen uns, mit  Prof. Bruno Feijo von der Universität „PUC Rio de Janeiro“ eine echte Koryphäe für das Projekt gewonnen zu haben. Er gilt als einer der Informatik-Pioniere Brasiliens für e-Learning und Gamification. Er wird den Lehrinhalt verantworten.

 

Das Projekt „RITMA“ beinhaltet nicht nur das IT-Ausbildungszentrum, sondern stellt auch ein Zentrum für Kultur dar. Das Zentrum soll ein Kino beherbergen – eine kulturelle Revolution in der Favela. Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner der Favela haben noch nie in ihrem Leben ein Kino besucht. Um das Erlebnis bestens planen zu können, haben wir uns mit dem Gründer des ersten digitalen Kinos Brasiliens, Ponto Cine, ausgetauscht. Diese Institution setzt sich ebenfalls für die arme Bevölkerung ein und hat bereits wertvolle Erfahrungen mit ihren Kino-Aktivitäten gesammelt. Architekten und Statiker sind in der letzten Planungsstufe. Mit dem Ausbau des Zentrums soll nach der Ausschreibung für die einzelnen Gewerke und der Bauvergabe mitte 2019 begonnen werden. Wir freuen uns, im neuen Jahr mehr über die Umwandlung der Werkshalle berichten zu können.

RITMA: Wie das IT-Zentrum zum medizinischen Versorgungszentrum wurde

 

Eigentlich sah die Planung des IT Zentrums RITMA in der Favela Maré in Rio de Janeiro, Anfang des Jahres noch ganz anders aus. Die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen standen an. Die Pandemie und die Intensität der Verbreitung änderten jedoch dieses Vorhaben. Räumlichkeiten für die gesundheitliche Versorgung fehlten. Rédes da Maré – unser langjähriger Partner vor Ort – stand aufgrund der Notsituation in der Favela mit dem Gesundheitsministerium in Kontakt. Als IRESO erfuhr, dass Vertreter des Sekretariats das RITMA für die Einrichtung eines Gemeindepflegezentrums als geeignet fanden, wurde unverzüglich die Initiative unserseits unterstützt.

Ab Mai 2020 arbeiten Ärzte und Krankenschwestern dort. In einem Land in dem zehn Mal weniger getestet wird als in Amerika, obwohl täglich die gleiche Anzahl an Infektionen registriert wird, scheint die Initiative für manche vielleicht ein Regentropfen im Meer zu sein. Wir sind jedoch stolz darauf, dass unser Partner sich dafür eingesetzt hat und Bewohner der Favela den Zugang zu Tests, Analysen und Diagnosen ermöglicht wurde.

UNSERE PROJEKTPARTNER VOR ORT

Unser Projektpartner in der Favela da Maré von Rio de Janeiro ist die „Redes da Maré“, eine brasilianische Nichtregierungsorganisation (NGO) im Favela-Komplex „Maré“. In der Maré wohnen auf 6 km2 etwa 130.000 Menschen. In der Gemeinde „Nova Holanda” gründete im Jahr 2003 Dr. Eliana Souza Silva, die heutige Direktorin, das Sozialzentrum „Redes da Maré“. Dessen Ziel ist es, durch Schul- und Berufsausbildung sowie Gemeinschaftsaktivitäten eine Stärkung der Zivilgesellschaft zu erreichen.

Diese Partner haben die Finanzierung des Projektes “Berufsvorbereitung”

für 2018 ermöglicht

HELFEN SIE UNS UND GEBEN SIE BENACHTEILIGTEN KINDERN EINE CHANCE!