AUSBILDUNG UND PRAXIS IN EINEM ZUG

Eine berufliche Perspektive für junge Menschen

91% der Unternehmer in Brasilien beklagen Fachkräftemangel und 90% der brasilianischen Jugendlichen aus Favelas haben keine qualifizierte Berufsausbildung. IRESO bringt beide Parteien zusammen. Dadurch entsteht eine Win-Win Situation. Die Jugendlichen erhalten eine umfassende Ausbildung und die Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte.

Im KNAUF-IRESO Projekt bilden wir Jugendliche nach dem dualen Ausbildungssystem zum Trockenbauer aus. Berufsausbildende Kurse in Brasilien sind in der Regel kostenpflichtig. Geld, das die Jugendlichen aus den Armenvierteln, den sogenannten Favelas, nicht haben. Vielmehr müssen sie schon sehr früh durch Arbeit zum Unterhalt ihrer Familien beitragen. Das KNAUF-IRESO Projekt durchbricht diesen Teufelskreis, indem es den Jugendlichen eine Ausbildungsvergütung ähnlich wie in Deutschland bezahlt.

Eindrücke eines Unterrichtstages

Wir bilden 20 Jugendliche pro Jahr zu Trockenbauern aus. Die Kursteilnehmer sind zwischen 17 und 21 Jahre alt und werden in zwei Klassen unterrichtet. Jede Klasse hat maximal 17 Auszubildende, was eine gute Betreuung garantiert. Sowohl der Theorie, als auch der Praxisunterricht finden in einer umgebauten Werkshalle (dem Galpao) in der Maré statt, die für alle Teilnehmer gut erreichbar ist. Knapp die Hälfte der 34 Teilnehmer des Ausbildungskurses sind Frauen. Bei der Auswahl der Jugendlichen spielt deren Motivation sowie die familiäre und finanzielle Situation eine wesentliche Rolle .
Nach vier Monaten theoretischem Unterricht im Ausbildungszentrum beginnt der dreimonatige praktische Teil in der Industrie.

Projektpartner bei der dualen Ausbildung

Mit mehr als 150 Produktionsstätten weltweit gehört KNAUF heute zu den weltweit führenden Baustoffherstellern. KNAUF beschäftigt 23.000 Mitarbeiter in über 40 Ländern und erwirtschaftet einen Umsatz von ca. 6 Milliarden Euro.
KNAUF produziert und verkauft  seine Produkte in allen europäischen Ländern, darüber hinaus stehen Fabriken in Nord- und Südamerika, in den GUS-Staaten, in der Türkei, in China und in Indonesien. Seit 2000 betreibt das Unternehmen ein Gipsplattenwerk in Queimados bei Rio de Janeiro. 2014 wurde ein weiteres Werk in Salvador da Bahia im Nordosten Brasiliens eröffnet. In Brasilien hat KNAUF seinen Hauptsitz in Rio de Janeiro.Unser Projektpartner in der Favela da Maré von Rio de Janeiro ist die „Redes da Maré“, eine brasilianische Nichtregierungsorganisation (NGO) im Favela-Komplex „Maré“. In der Maré wohnen auf 6 km2 etwa 130.000 Menschen. In der Gemeinde „Nova Holanda” gründete im Jahr 2003 Dr. Eliana Souza Silva, die heutige Direktorin, das Sozialzentrum „Redes da Maré“. Dessen Ziel ist es, durch Schul- und Berufsausbildung sowie Gemeinschaftsaktivitäten eine Stärkung der Zivilgesellschaft zu erreichen.
Die Nichtregierungsorganisation „Redes da Maré“ hat ihren Sitz im Stadtteil Nova Holanda der Favela Maré in Rio de Janeiro. Mit über 30 Projektaktivitäten mit verschiedenen Partnern hat die Organisation in den letzten 10 Jahren aktiv an der Stärkung der Zivilgesellschaft in der Maré gearbeitet. Sie wählt für die Projekte die Jugendlichen aus, begleitet sie durch sozial-pädagogische Fachkräfte und koordiniert die Stipendienzuwendungen. Für Probleme im Ausbildungszentrum ist sie der erste Ansprechpartner.
Der Nationale Dienst für die industrielle Ausbildung (SENAI) ist eine bundesweit arbeitende Organisation in Brasilien, die die berufliche Aus- und Weiterbildung in der Industrie fördert. SENAI leistet einen wichtigen Beitrag zur sozioökonomischen Entwicklung Brasiliens und ist im In- und Ausland sehr anerkannt. SENAI hat den Ausbildungsplan ausgearbeitet und stellt für das Projekt kostenlos die Lehrkräfte zur Verfügung.

Diese Partner haben die Finanzierung des Projektes „Berufsvorbereitung“

für 2018 ermöglicht

HELFEN SIE UNS UND GEBEN SIE BENACHTEILIGTEN KINDERN EINE CHANCE!