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Eigentlich sollten die Kinder und Jugendlichen im RoboTec-Kurs beim CPTI in Campinas zunächst einen einfachen Fahrroboter bauen und programmieren. Doch während sie an ihrem Modell arbeiteten, entstand eine ganz eigene Idee: Warum nicht aus den Robotern Rennwagen machen?
Gesagt, getan. Die Teilnehmenden entwickelten ihre eigenen Vorstellungen davon, wie sie ihre Roboter für ein Rennen ausstatten wollten. Gemeinsam in Zweierteams bauten sie ihre Modelle um und machten aus den ursprünglichen Roboterfahrzeugen ganz individuelle Rennwagen.
Die Aktivität erstreckte sich über zwei Treffen: Beim ersten wurden die Roboter umgebaut und für das Rennen vorbereitet. Beim zweiten ging es auf die von Tutorin Aline Aparecida de Brito Oliveira vorbereitete Hindernisstrecke. Gesteuert wurden die Fahrzeuge mit der Kugelsteuerung des RoboTec-Sets. Wer die Strecke am schnellsten bewältigte, gewann – und durfte sich über eine kleine Prämie freuen. Einen Einblick gibt es in diesem Video: Wenn aus einem Fahrroboter ein Rennwagen wird
Doch um Geschwindigkeit allein ging es dabei nicht. Nach den ersten Erfahrungen beobachteten die Teilnehmenden genau, was funktionierte und was nicht. Sie tauschten sich darüber aus, wie sich die Fahrzeuge besser bauen und steuern ließen und was für ein gutes Rennen wichtig ist. Dabei stellten sie auch fest: Zu große, zu hohe oder zu schwere Fahrzeuge waren nicht unbedingt im Vorteil.
Für Aline war besonders schön zu sehen, wie viel Freude die selbst entwickelte Aktivität den Kindern und Jugendlichen bereitete. Sie arbeiteten konzentriert zusammen, brachten ihre eigenen Ideen ein, probierten aus und fanden gemeinsam Verbesserungen – und hatten dabei jede Menge Spaß.
So entstand aus einer spontanen Idee der Teilnehmenden eine eigene RoboTec-Herausforderung. Und genau solche Momente zeigen, was Lernen mit Robotik möglich macht: eigene Ideen entwickeln, ausprobieren, beobachten, verändern und gemeinsam herausfinden, was funktioniert.
Von Larissa Loderer