In Maricá setzen wir von IRESO in direkter Zusammenarbeit mit unserer Koordinatorin Luciana und unseren Tutorinnen Cristiane, Thaynara und Larissa die Projekte Heróis contra Dengue und RoboTec um. Aktuell arbeiten wir im Projekt Heróis contra Dengue in zwei Gruppen mit wöchentlichen Treffen. Im Projekt RoboTec haben wir zwei Einsteigergruppen, ebenfalls mit wöchentlichen Treffen. Bei unserer Projektarbeit stehen wir in engem Austausch mit der Stadt Maricá, insbesondere dem Bildungsministerium, und möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für die wertvolle Unterstützung bedanken.
Heróis contra Dengue (Helden gegen Dengue):
In diesem Jahr arbeiten wir im Projekt Heróis contra Dengue mit Jugendlichen, von denen einige bereits seit drei Jahren aktiv teilnehmen und entsprechend erfahren sind. In großen Kampagnen an der sehr belebten Busstation in Maricá und Aktionen innerhalb ihrer Schule konnten sie ihre Mitmenschen über die Risiken und Präventionsmaßnahmen der von Mücken übertragenen Krankheiten Dengue, Zika, Chikungunya und Gelbfieber aufklären. Durch eigene Recherchen haben sich die Jugendlichen Wissen angeeignet, das weit über die Inhalte unseres Lernprogrammes hinausgeht. Unsere Heldinnen und Helden, sowie unsere Tutorinnen, erhalten immer wieder viel Zuspruch von Eltern, Lehrerkräften, der Schuldirektorin und den Menschen, die sie informieren: Das Projekt bewirkt einen Unterschied – sowohl bei der persönlichen Entwicklung der Jugendlichen (z.B. mehr Selbstbewusstsein, Offenheit im Umgang mit anderen Menschen, verbessertes Lesen, Schreiben und Präsentieren auch im schulischen Kontext) als auch in der Sensibilisierung für die Bedeutung der Mithilfe der Bevölkerung bei der Reduktion der Mückenausbreitung.
RoboTec:
Das Projekt RoboTec setzen wir in Maricá an einer Schule im indigenen Reservat der Volksgruppe Guaraní, der Aldeia Mata Verde Bonita, um. Die Schulleitung betont immer wieder die große Bedeutung des Projekts für ihre Aldeia und hebt hervor, wie positiv es von der Gemeinschaft aufgenommen wird. Für sie steht RoboTec sinnbildlich dafür, wie Wissen und Bildung zur Förderung der Integration beitragen können.

Die Arbeit mit den indigenen Jugendlichen ist für unsere Tutorinnen vor Ort eine besondere Erfahrung. Die Verständigung ist zuweilen eine Herausforderung, da ein Großteil der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen hauptsächlich ihre Muttersprache Guarani spricht, während die Tutorinnen die brasilianische Landessprache Portugiesisch beherrschen. Dennoch unterstützen sich alle mit Freude gegenseitig: es findet sich stets jemand, der übersetzt oder selbst eine Frage beantworten kann. Auch beim Bau und Programmieren der Modelle unterstützen sich die Teilnehmenden gegenseitig, und erfahren dabei Wertschätzung und Teamgeist. Im Umgang mit der Robotik entwickeln sie kritisches und kreatives Denken mit logischem Schlussfolgern. Unsere Tutorinnen loben zudem das beeindruckende Konzentrationsvermögen ihrer Teilnehmenden, was dazu führt, dass die Gruppen bereits jetzt zum zweiten Halbjahr in den Fortgeschrittenen Kurs wechseln können. Unsere Tutorinnen bereiten sich derzeit intensiv auf die Arbeit mit den neuen Fischertechnik Kästen vor.
Von Larissa Loderer