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“Was wäre, wenn du einen Roboter entwickeln könntest, der anderen Menschen hilft?”
Diese Frage entstand mitten im RoboTec-Treffen in der Fortgeschrittenengruppe in Jaraguá. Während die Kinder und Jugendlichen gemeinsam bauten und tüftelten, entwickelten sie die Idee, Roboter nicht nur für technische Aufgaben einzusetzen, sondern für Menschen, Tiere und die Umwelt. Tutorin Zuleika Souza griff diesen Gedanken auf und machte daraus eine besondere Aufgabe: Jede und jeder sollte einen sozialen Roboter entwerfen, der einen echten Beitrag für die Gemeinschaft leisten kann.
Die Ergebnisse haben uns verblüfft.
Der Roboter „Natutec“ von Leo (10 Jahre) erkennt beispielsweise, wo Überschwemmungen und Hurrikans auftreten könnten. „Ajudatec“, der Roboter der 12jährigen Clara, hilft dabei, vermisste Kinder zu finden. Die jungen Erfinder entwickelten des weiteren Ideen für Roboter, die ältere Menschen unterstützen, Kinder im Autismus-Spektrum begleiten, obdachlosen Menschen helfen, Tiere versorgen oder die Umwelt schützen. Auf unserem Instagram Account stellen wir euch in einer kleinen Serie jeden einzelnen Roboter vor!
Die innovativen Ideen der Kinder und die besondere Namensgebung haben uns begeistert. Besonders beeindruckt hat uns allerdings, wie sie gedacht haben. Sie haben aufmerksam auf ihre Umgebung geschaut. Sie haben wahrgenommen, welche Herausforderungen ihre Gemeinschaft bewegen, wo Unterstützung gebraucht wird und welche Verantwortung jeder Einzelne übernehmen kann.
Unsere Tutorin berichtet, wie intensiv sich die Kinder mit ihren Ideen auseinandergesetzt haben. Dabei ging es nicht nur um Technik, Kreativität oder Problemlösung. Die Kinder begannen, Technologie mit etwas Größerem zu verbinden: mit Fürsorge, Verantwortung und dem Wunsch, einen positiven Beitrag für andere zu leisten.
Sie haben erkannt, dass Technologie nicht nur Dinge, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen in Bewegung bringen kann.
Genau das möchten wir mit unserer Bildungsarbeit in Brasilien fördern: Kinder und Jugendliche, die ihre Fähigkeiten entdecken, an ihre Gestaltungskraft glauben und Technologien nicht nur verstehen, sondern sie zum Wohl ihrer Gemeinschaft einsetzen möchten.
Von Larissa Loderer