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Unsere jüngsten Helden gegen Dengue in Jaraguá sind gerade einmal sechs bis acht Jahre alt. Damit sind sie deutlich jünger als die Kinder, mit denen wir normalerweise arbeiten. Doch wer sie erlebt, merkt schnell: An Motivation und Begeisterung stehen sie den Älteren in nichts nach.
Mit viel Kreativität passt Tutorin Dayse Sueli Fernandes die Lernmodule an die Bedürfnisse der Gruppe an. Die Kinder entdecken die Entwicklung der Überträgermücke beispielsweise über den Lebenszyklus eines Schmetterlings, erkunden gemeinsam das Gelände rund um die Organisation auf der Suche nach möglichen Brutstätten oder gestalten bunte Plakate, mit denen sie in der Organisation auf die Bedeutung der Dengue-Prävention aufmerksam machen.
So entsteht Wissen durch eigenes Entdecken, Ausprobieren und gemeinsames Erleben.
Besonders berührt uns jedoch, was darüber hinaus geschieht. Dayse berichtet, dass die Kinder trotz ihres jungen Alters mit großer Konzentration arbeiten, immer häufiger eigene Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen. Sie beobachten ihre Umgebung genauer, stellen Fragen und möchten ihr neues Wissen weitergeben.
Schon jetzt wird sichtbar, was unsere Gesundheitsbildung erreichen möchte: Kinder, die erleben, dass sie selbst etwas bewirken können. Denn wer früh erfährt, dass das eigene Handeln zählt, entwickelt nicht nur Wissen, sondern auch Selbstvertrauen, Gemeinschaftssinn und den Wunsch, die Welt um sich herum aktiv mitzugestalten.
Von Larissa Loderer