In unserem Projekt Helden gegen Dengue in Jaraguá sind wir in diesem Jahr in die zweite Runde gestartet. Zwei neue Gruppen arbeiten sich aktuell durch ihre Grundausbildung. In acht Lernmodulen beschäftigen sie sich mit den von Mücken übertragenen Krankheiten, den Viren, der Überträgermücke – und vor allem mit der Frage, was jede und jeder Einzelne tun kann, um sich und andere zu schützen.
Was den Kindern besonders Freude macht, ist die Art, wie sie lernen. Es wird nicht einfach zugehört oder abgeschrieben. Das Wissen entsteht im gemeinsamen, spielerischen Tun: im Ausprobieren, im Fragen, im Miteinander. Das Verständnis wächst dabei Schritt für Schritt. Und bleibt.
In beiden Gruppen gibt es Kinder, die bereits im letzten Jahr dabei waren. Sie kommen weiterhin zu den Treffen, begleiten die neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wachsen dabei selbst in eine neue Rolle hinein. Ganz selbstverständlich erklären sie Inhalte, helfen beim Verständnis und geben ihre Erfahrungen weiter. Aus Teilnehmenden werden Begleiter.
Auf die Grundausbildung folgt der nächste Schritt:
Die Kinder gehen mit ihrem Wissen nach draußen. Sie sprechen mit ihren Familien, gehen von Tür zu Tür in ihrer Nachbarschaft oder stehen mit einem Infostand an belebten Plätzen. Aus Lernen wird Handeln.
So entsteht ein Programm, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Verantwortung stärkt – ein wichtiger Teil unserer sozialen Projektarbeit in Brasilien.
Von Larissa Loderer