MIT UNSEREN PROJEKTEN ERREICHEN WIR GANZE STADTVIERTEL IN RIO DE JANEIRO

In der Favela „Complexo da Mare“ wohnen 130.000 Menschen auf ca. 6 km². Mangelnde sanitäre Einrichtungen, ein fehlendes Abwassersystem sowie eine ineffiziente Müllentsorgung sind der Nährboden für Krankheiten und Seuchen. Die Favelas sind demzufolge Brennpunkte des in Brasilien grassierenden Dengue-Fiebers. Mit dem Projekt „Little Dengue Docs“ bekämpft IRESO diese Epidemie in der Favela da Maré.

DAS PROJEKT „XO DENGUE“ („DENGUE HAU AB“)

Der Kampf der „Little Dengue Docs“ ist ein Aufklärungs- und Bekämpfungsprojekt gegen das Dengue-Fieber.
Jugendliche aus der Favela „Complexo da Mare“ werden von führenden Virologen der staatlichen Universität in Rio de Janeiro für Aufklärung der Bevölkerung ausgebildet. Mit diesem Wissen gehen die Jugendlichen in ihrer Favela von Haus zu Haus und klären ihre Mitbewohner über die Möglichkeiten auf, Infektionen mit den hämorragischen Fieber zu vermeiden.

Weltweit 50- 100 Millionen Dengue-Infektionen

Das Dengue-Fieber ist eine Virusinfektion. Die Dengue-Viren werden durch die ägyptische Tigermücke (Aedes aegypti) übertragen. Die WHO schätzt die Zahl der Dengue-Erkrankungen global auf etwa 50 bis 100 Millionen pro Jahr. Mehrere  hunderttausend Erkrankungen verlaufen in der schweren, hämorrhagischen (blutigen) Form, bei der es zu  dem so genannten Dengue-Schocksyndrom kommen kann. Die Sterblichkeit liegt dabei zwischen sechs und 30 Prozent. Vor allem Kinder unter 15 Jahren sind hiervon betroffen. Rio de Janeiro ist in Brasilien ein Brennpunkt des Dengue- Fiebers. Die Stadt wird immer wieder von schweren Epidemien heimgesucht.

Bekämpfung durch Aufklärung

Achtlos weggeworfener Müll ist für die Ausbreitung des Dengue-Fiebers in städtischen Gebieten zu einem hohen Anteil mitverantwortlich. Wasser sammelt sich in Bechern, Flaschen, Verpackungen und alten Reifen. In diesem Wasser vermehren sich die Moskitos. Erschwerend kommt die Unwissenheit der Bevölkerung über die Symptomatik und den Verlauf der Erkrankung hinzu.Deshalb ist eine der vordringlichsten Aufgaben zur Bekämpfung der Erkrankung, die Bevölkerung  aufzuklären. Durch Aufklärung können bis zu 80 Prozent der Infektionen verhindert werden.

Im Gedenken an die 4-jährige Janine

Der Auslöser war für den Initiator des „Little Dengue Docs“ Projektes , Dr.Norbert Lehmann ein sehr trauriger: In der Favela in der er während seiner Rio Aufenthalte wohnte, verstarb im April 2010 die 4- jährige Janine. Ein fröhliches und vorwitziges Mädchen aus der Nachbarschaft. Sie verblutete innerlich am sogenannten hämorrhagischen Denguefieber in den Armen ihrer Mutter –  in der Schlange der Wartenden vor dem Krankenhaus. Wäre die Mutter aufgeklärt gewesen, hätte sie viel früher reagieren und ihr Kind sofort einer ärztlichen Behandlung zuführen können. Der Tod des Mädchens war vermeidbar.

Die Bilder des toten Mädchens und ihrer trauernden Mutter ließen Dr.Norbert Lehmann nie mehr los. Seit dieser Zeit arbeitet er an der Verwirklichung dieses  Projektes.

Finanzierung des Projektes

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